Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes
Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten

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Veranstaltungsarchiv


[2010] [2009][2008][2007]


2010


Gedenken
08. Mai 1945 - 08. Mai 2010

65. Jahrestag der Befreiung -
Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus


Ort: Hermelsbacher Friedhof in Siegen (Treffpunkt vor dem Haupteingang)
Zeit: Samstag, 08. Mai 2010 um 15.00 Uhr

Ansprachen
Willi Brase, Vorsitzender DGB-Region Südwestfalen
Torsten Thomas, VVN-BdA Siegerland-Wittgenstein

Musikalischer Rahmen: VEB Chor

Kranzniederlegungen am Ehrenmal für die in Siegen ermordeten Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter und am Grabe Walter Krämers.




Info-Veranstaltung
Der Wolf im Schafspelz
Rechtsextreme auf Wählerjagd


am 03.05.2010 18:30 Uhr
im Spandauer Saal der Siegerlandhalle
Siegen/Koblenzer Str.
Referent:
Alexander Häusler,
Arbeitsstelle Neonazismus der FH Düsseldorf
Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus und Neonazismus


Die PRO - Bewegung mit ihrer Ursprungsformation PRO KÖLN und ihren Exportmodellen PRO NRW und PRO Deutschland (PRO D) ist eine neue Wahlgruppierung der extremen Rechten, die – getarnt als „Bürgerbewegung“ – versucht, sich von der Domstadt Köln aus in NRW und darüber hinaus in ganz Deutschland auszubreiten. Erste Wahlerfolge erzielte diese neue Rechtsaußengruppierung bei den Kommunalwahlen 2004 in Köln, wo ihr der Einzug in den Rat der Stadt glückte.
Bei den folgenden Kommunalwahlen 2009 konnte sie diesen Erfolg leicht ausbauen und sich zudem in weiteren Kommunen ausbreiten. Offenkundiges Bestreben ist es hierbei, auf dem Ticket weit verbreiteter Vorurteile gegen Muslime mit antiislamischen Kampagnen Stimmungen unter rassistischen Vorzeichen zu erzeugen und in Wahlerfolge umzumünzen. Diese Gruppierung entstammt dem Lager der extrem rechten Parteienlandschaft und ringt mit den anderen Rechtsaußenparteien um die Stammwählerwählerschaft dieses Lagers. Zugleich bemüht sich diese Gruppierung jedoch um das Eindringen in breitere Wählerschichten und tritt zur kommenden Landtagswahl in NRW an.

Eine Veranstaltung des „Siegener Bündnisses für Demokratie“




Gedenken
Fahrt zur Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald

Anlässlich des 65. Jahrestages der Selbstbefreiung
Sonntag, 11. April 2010

Die VVN-BdA Siegerland-Wittgenstein und der DGB Südwestfalen bieten in diesem Jahre eine Gedenkstättenfahrt zum 65. Jahrestag der Selbstbefreiung in das ehemalige KZ Buchenwald an.

Neben der Teilnahme an der Gedenkveranstaltung auf dem Appellplatz bleibt genügend Zeit, das Gelände und die Ausstellung der Mahn– und Gedenkstätte Buchenwald zu besichtigen.

Abfahrt Siegen: 07.00 Uhr
Treffpunkt: Parkplatz Siegerlandhalle
Rückkehr Siegen: ca. 21.30 Uhr

Fahrtkosten: 15 Euro
Ermäßigt: 10 Euro

Anmeldung per E-Mail an vvn-bda@gh-siegen.de

Nach der verbindlichen Anmeldung per E-Mail erhalten Sie die Kontodaten zur Überweisung des Teilnahmebeitrages.


Jede/r TeilnehmerIn sollte wetterfeste Kleidung und Verpflegung für den Tag mitbringen.

Die Vernichtung des Nazismus
mit seinen Wurzeln ist unsere Losung.

Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens
und der Freiheit ist unser Ziel

Aus dem Schwur von Buchenwald 1945



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Region Südwestfalen




Lesung zum 100. Internationalen Frauentag
Florence Hervé
"Es war möglich, Nein zu sagen"


Montag, 08. März 2010 um 19.00 Uhr
im VEB Politik, Kunst und Unterhaltung

Marienbornerstr. 16, 57074 Siegen

Während der Résistance gegen die deutsche Besatzung und des Kampfes um die Befreiung ihres Landes von 1940 bis 1944 gab es vielfältige Formen des Frauenwiderstands – von Hilfstätigkeiten bis zum Einsatz des eigenen Lebens.

Eine der bemerkenswerten und aufrechten Frauen der Résistance war die Ärztin Dr. Adélaide Hautval, die sich mehrmals im Konzentrationslager weigerte, an medizinischen Experimenten teilzunehmen.

Dr. Florence Hervé, die zum Faschismus und Widerstand in Frankreich u.a. „Oradour“-, „Natzweiler-Struthof - Blicke gegen das Vergessen“ und „Wir fühlten uns frei - Deutsche und französische Frauen im Widerstand“ veröffentlicht hat, führt in die Frauen-Résistance ein und liest aus ihrem Buch „Medizin gegen die Menschlichkeit“.






eine Veranstaltung von
DKP Siegen, Rosa-Luxemburg-Club Siegen,
VEB Politik, Kunst und Unterhaltung, VVN-BdA Siegerland-Wittgenstein




Film

Aus Anlass des Holcaust-Gedenktages zeigen wir im VEB Politik, Kunst und Unterhaltung den Film

Ein Spezialist
Deutschland/Frankreich/Belgien/Österreich/Israel
1999, hebr., engl., dt., 128 Min

Mittwoch, 27. Januar 2010, 19.30 Uhr

Auf den Seiten des VEB gibt es weitere Infos zum Film.




Film und Diskussion
Solidarität mit Mumia - wir laden ein zum Film des Jahres 2009:

In Prison My Whole Life - Mumia Abu-Jamal

Regie: Marc Evans - London, Oktober 2007
Preisträger des Internationalen HumanRightsFestival in Genf - März 2008

Dienstag, 09.02.2010 um 19.30 Uhr
im VEB Politik, Kunst und Unterhaltung
Marienborner Str. 16, 57074 Siegen


Der Film erzählt die Geschichte der Reise des jungen William Francome, der in derselben Nacht zur Welt kam, in der Mumia Abu-Jamal verhaftet und des Mordes an einem Polizeibeamten angeklagt wurde - am 9. Dezember 1981.

Mit 24 Jahren macht sich der weiße Mittelklassejunge auf die Suche nach der Geschichte des preisgekrönten afro-amerikanischen Journalisten aus den Sozialsiedlungen Philadelphias, dessen Todesurteil ihn sein ganzes Leben lang begleitet hat.

www.InPrisonMyWholeLife.com
Zum Inhalt

Seine bewegte Reise in die Abgründe Nord-Amerikas führt ihn zu interessantesten und kontroversesten VordenkerInnen des Landes. Im Gespräch mit MenschenrechtsaktivistInnen wie Angela Davis, Amy Goodman und Noam Chomsky, KünstlerInnen wie Mos Def, Alice Walker oder Snoop Dog setzt Francome sich mit Rassismus, Klassenvorurteilen und den Widersprüchen und Schrecken der Todesstrafe auseinander.

Die Reise führt ihn in die Slums von Nordphiladelphia und schließlich in den Todestrakt von Pennsylvania - zu Mumia Abu-Jamal selbst, der - von alten Fotos wie diesem hier abgesehen - im ganzen Film nicht sichtbar ist: die zum Tod Verdammten Pennsylvanias dürfen heute nicht mehr gefilmt oder fotografiert werden. Umso eindrucksvoller Mumias Stimme aus dem Off.

Der Film liefert die bisher stärksten Argumente für ein neues Verfahren für Abu-Jamal, unter anderem die neuen Beweise für seine Unschuld, die während der Dreharbeiten von dem Heidelberger Autor Michael Schiffmann entdeckt wurden.

Die Raps von Snoop Dog, Rage Against the Machine und Mos Def sind der Puls des Films, die Schnitte sein Rhythmus - die Fakten seine aufrüttelnde Botschaft.

Amnesty International hat die Schirmherrschaft übernommen - ein bisher einmaliger Vorgang in der Geschichte der Organisation.

Seit dem 6. April 2009 hängt Mumia Abu-Jamals Leben wieder in der Schwebe. An diesem Tag hat der Supreme Court der USA ein neues Verfahren für Mumia abgelehnt, während die Todesstrafe erneut beantragt ist. Jetzt kommt es mehr denn je auf die internationale Öffentlichkeit an!

Unterschreibt online:
an den Supreme Court: www.PetitionOnline.com/supreme/petition.html
an Justizminiter Eric Holder: www.iacenter.org/mumiapetition
Weitere Links:
www.mumia-hoerbuch.de





2009

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Reden vom 16.12.

Wir dokumentieren hier die Redebeiträge von unserer Kundgebung gegen den Naziaufmarsch am 16.12. in Siegen!

Alice Czyborra, VVN-BdA Landesverband NRW


Anna Conrads, DIE LINKE. NRW


Joe Mertens, VVN-BdA Siegerland-Wittgenstein


Zum Nachlesen:

Alice Czyborra, VVN-BdA Landesverband NRW (PDF, 80 KB)

Anna Conrads, DIE LINKE. NRW (PDF, 76 KB)

Joe Mertens, VVN-BdA Siegerland-Wittgenstein (PDF, 44 KB)

antifaschistisches aktionsbündnis siegen {aasi} (PDF, 84 KB)

Kundgebung zum 16.12.

Nie wieder Krieg!
Nie wieder Faschismus!


Den Nazis was entgegen setzen!

Mittwoch, 16.12.2009
18.00 - 20.00 Uhr
Scheinerplatz/vor dem Apollo-Theater


Kundgebung gegen Krieg,
alte und neue Nazis!


mit der Microphone Mafia aus Köln
und Live-Band


Geschichtsfälschung entlarven
Faschismus bekämpfen
Der Opfer gedenken
Das Ende aller Kriege fordern


Nicht mehr und nicht weniger!


mit Unterstützung von (Stand: 08.12.2009)
Arbeitsgemeinschaft Siegerländer Friedensbewegung (AGSF),
AStA der Uni Siegen, DIE LINKE. Siegen-Wittgenstein,
DKP Siegen, Juso Hochschulgruppe, Linksjugend['solid] Siegen,
L.S.D. – Links.Sozial und Demokratisch,
Pädagoginnen und Pädagogen für den Frieden (PPF),
VEB Politik, Kunst und Unterhaltung,
Zentrum für Friedenskultur (ZFK)


Download des Flyers zur Mobilisierung

PDF_Flyer_farbig

PDF_Flyer_graustufen

Weitere Veranstaltungen am 16.12.

Die VVN-BdA Siegerland-Wittgenstein beteiligt sich ebenfalls an der Planung und Durchführung der Aktivitäten des Bündnis "Siegen für Demokratie" zum diesjährigen 16. Dezember.


Der Flyer mit Programm hier als Download:

Aus der Geschichte lernen – für Demokratie, Frieden, Toleranz und Weltoffenheit



Außerdem unterstützen wir den Aufruf des antifaschistischen aktionsbündnis {aasi}:
Naziaufmarsch verhindern!

Informationen zur geplanten Demo und Kundgebung finden Sie auf dessen Seiten.

Am 16.12. auf die Straße!

Die VVN-BdA hat sich zur Durchführung einer eigenen Kundgebung entschlossen, weil wir der Auffassung sind, dass alle Antifaschistinnen und Antifaschisten, egal welcher Strömung, auf der Straße sein müssen, wenn die Nazis dies wieder zu tun beabsichtigen. Die Nazis haben jedoch ihren Marsch erst für 18.30 Uhr angemeldet. Zu diesem Zeitpunkt hat das Bündnis "Siegen für Demokratie" seine Aktionen aber bereits beendet.

Wir dürfen nicht einfach nach Hause gehen und so tun als würde nichts geschehen!

Wir müssen den Nazis eine kraftvolle Veranstaltung entgegen setzen, die unter Beweis stellt, dass Freie Nationalisten Siegen und NPD Siegen keinerlei Bedeutung besitzen und eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung deren Gewalt und bösartige Hetze scharf verurteilt und nicht bereit ist diese in irgendeiner Art und Weise zu dulden.

Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!



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Film und Diskussion
DEADLY DUST - Todesstaub

Dokumentation eines Kriegsverbrechens

Ein Film von Frieder F. Wagner

Dienstag, 08.12.2009 um 19.30 Uhr
im VEB Politik, Kunst und Unterhaltung
Marienborner Str. 16, 57074 Siegen


Im Anschluss an den Film besteht die Möglichkeit zur Diskussion
mit Frieder F. Wagner und Elmar Klevers, VVN-BdA Köln

Zum Inhalt

DU steht für Depleted Uranium = abgereichertes Uran, der Todesstaub. Das Abfallprodukt der Kernenergie wird zum Rohstoff für die Waffenindustrie. Seine extreme Dichte garantiert hohe Durchschlagskraft; daher dient DU als Material für Sprengköpfe.

Seit dem ersten Golfkrieg 1991 wird abgereichertes Uran in panzerbrechender Munition verwendet. Seither sind sämtliche Schlachtfelder der Erde durch Uranwaffen radioaktiv verseucht. Die Gefahren für Soldaten und Zivilisten werden von den Verantwortlichen immer wieder aufs Neue geleugnet. Die Medien wissen es und schweigen.

Überall dort wo diese Munition verwendet wird, werden die Schlachtfelder durch den entstehenden Sprengstaub radioaktiv verseucht. Bewohner der betroffenen Regionen aber auch Soldaten, Nahrungsketten, Böden ... alles wird verseucht.

Der Filmemacher Frieder Wagner folgte dem Uranstaub. Er begleitete den deutschen Tropenarzt und Epidemiologen Dr. Siegwart-Horst Günther und seine amerikanischen Kollegen bei ihren Untersuchungen im Kosovo, in Bosnien und im Irak. Überall dort haben amerikanische Truppen tonnenweise die gefährliche Uranmunition eingesetzt.

Der aufrüttelnde Film zeigt bislang wenig bekannte Langzeitfolgen, unter denen besonders die Kinder in den Kriegsgebieten zu leiden haben. Er weckt Mitgefühl für die Opfer der „humanitären Kriege” und lässt nur einen Schluss zu: die Kriege müssen aufhören.

Frieder Wagner ausgezeichnet mit dem "Adolf Grimme-Preis" in Silber für Kamera, dem "Europäischen Fernsehpreis" für Regie und Produktion, dem "Adolf Grimme-Preis"in Gold und dem "Journalistenpreis NRW". Eine Veranstaltung der

VVN-BdA
Siegerland-Wittgenstein

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Buchvorstellung und Diskussion
Prof. Dr. Norbert Frei und Dr. Tim Schanetzky stellen ihr neues Buch vor.

"Flick: Der Konzern, die Familie, die Macht"
,

so der Titel, entstand zusammen mit Ralf Ahrens und Jörg Osterloh und wird zur Frankfurter Buchmesse am 21.9 erscheinen.

Mit dem Buch stellen die Jenaer Wissenschaftler die Ergebnisse ihrer Forschung einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung. Ihre Arbeit wurde finanziell von der Flick-Enkelin Dagmar Ottmann ermöglicht.

Am 16. November 2009 um 19:30 Uhr
in der Weißen Villa (Dreslers Park, Kreuztal)


Moderation: Dr. Kurt Schilde, Universität Siegen

Veranstaltet von der Bürgerinitiative www.flick-ist-kein-vorbild.de

Mit Unterstützung des DGB und der VVN-BdA Siegerland-Wittgenstein

Die Verlagsinformation zum Buch: Randomhouse.de




Autorenlesung
Ulrich Friedrich Opfermann, Siegen

"Mit Scheibenklirren und Johlen"
Juden und Volksgemeinschaft

Der Vortrag geht der Frage nach dem Antisemitismus von unten nach. Er fragt, wie Juden in der Region Siegerland-Wittgenstein mit der Mehrheit, mit der "Volksgemeinschaft", zurechtkamen.

Er fragt danach, was diese Volksgemeinschaft mit ihnen machte, im Alltag, in der täglichen Lebenspraxis der Menschen. Und danach, was sich daran anschloss. Und was die Volksgemeinschaft davon wusste.

Aber es geht nicht nur um die Zeit des Nationalsozialismus, den Ausnahmezustand, der sich für die Zeitgenossen ganz normal anfühlte. Es geht nicht weniger um die Vorgeschichte des regionalen Antisemitismus in Weimar und im wilhelminischen Kaiserreich: "Scheibenklirren und Johlen" im November 1938 als ein Ereignis auf einem längeren Weg.

Montag, 09. November 2009 um 20.00 Uhr
im VEB Politik, Kunst und Unterhaltung





Kultur

„In den finsteren Zeiten, wird da auch gesungen werden? –
Da wird auch gesungen werden: von den finsteren Zeiten.“
(Bertolt Brecht)



Erich Schaffner spricht und singt:

Satiren unterm Beil?

antifaschistische Satiren und Lieder von 1933 bis 1945,
aus einer Zeit, in der die deutsche Wirtschaft ihren Standort
von Massenmördern pflegen ließ.

Freitag, 02. Oktober 2009
um 20.00 Uhr
im VEB Politik, Kunst und Unterhaltung
Marienbornerstr. 16, 57074 Siegen


Am Klavier: Georg Klemp

eine Veranstaltung von
VVN-BdA Siegerland-Wittgenstein, DKP Siegen und VEB

Schaffner erzählt die Geschichte von den Nazis, die vom Himmel gefallen kamen und ein unschuldiges Volk, insbesondere Rüstungsindustrielle und Bankiers, zu schlimmen Taten verleiteten, von denen niemand etwas ahnen konnte. Er erzählt die Geschichte an Hand von Zeugnissen zeitgenössischer Künstler sowie von Witzen und Parodien, deren Verfasser unbekannt sind.

Literatur hinter der vorgehaltenen Hand – Flüsterwitze, scharfzüngige Aphorismen, umfunktionierte Kinder- und Kirchenlieder, Glossen, Rätsel, Märchen, Anekdoten, Parodien und Parabeln, Sketche, Sprechszenen, Kurzgeschichten wurden geschaffen, in Exilkabaretts vorgetragen, auf Flugblättern und über Radiosender im „Reich“ verbreitet.

Dort wurde auch gelacht, denn einige hatten ja zu lachen...anfangs...später weniger. Andere hatten nichts zu lachen, trotzdem erzählten sie Witze, machten mit Sprüchen und Liedparodien die braunen Mörder lächerlich.

Die SS sammelte Witze, die gegen die Nazis gerichtet waren. Sie wollte die Stimmung in der Bevölkerung kennen.

Dürfen wir heute darüber lachen? Mancher musste das Erzählen eines Witzes mit dem Tode bezahlen.
Wenn die Satire eine Erkenntnis bringt, der Wahrheit gegen die Lüge zum Durchbruch verhilft, dann ist sie nützlich, auch heute, wo sie nicht den Kopf kosten kann.




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Vortrag und Diskussion

Autonome Nationalisten

Alexander Häusler / „Arbeitsstelle Neonazismus“, FH Düsseldorf:

Donnerstag, 03.09.2009 um 18:30 h im Kolpinghaus, Kolpingstr.14, 57462 Olpe

Vor knapp sieben Jahren traten Autonome Nationalisten (AN) zum ersten Mal in Erscheinung, waren aber zunächst ein Randphänomen der Neonazi-Szene. War man bei Nazi-Aufmärschen bis dahin darauf bedacht, sich einen legalen und „sauberen“ Anstrich zu geben, tritt nun ein gewalttätiger Mob regelmäßig auf. Spätestens seit dem 1. Mai 2008, als Teilnehmer einer Neonazi-Demonstration in Hamburg Journalisten und Polizeibeamte angriffen, ist klar: Der „autonome“ Flügel der Neonazis ist stark und mobilisierungsfähig geworden.

Die Ereignisse am 1. Mai 2009 in Dortmund, als Mitglieder des AN-Spektrums die traditionelle DGB-Demo angriffen und TeilnehmerInnen verletzten, sind das jüngste Ergebnis eines offensichtlich erfolgreichen Versuchs, die Neonazi-Szene neu aufzustellen. In NRW sind zurzeit die Regionen um Dortmund, Aachen, Siegen und Gladbeck Hochburgen der AN.

Wer also sind die AN, wie treten sie auf, welches lebensweltliche Umfeld gestalten sie? Welche Schnittstellen zur übrigen extremen Rechten bestehen und welche Widersprüche gibt es? Wie können Schulen, Jugendeinrichtungen und andere gesellschaftliche Akteure handeln?

Die Veranstaltung des ak rex der DGB-Jugend NRW wird unterstützt von…
Dekanat Südsauerland, DGB-Jugend Siegen-Wittgenstein-Olpe, DGB-Region Siegen-Wittgenstein-Olpe, GdP Kreisgruppe Olpe, GEW Kreisverband Olpe, IG BAU Bezirksverband Westfalen Mitte Süd, IG BAU Jugend Westfalen Mitte Süd, IG Metall Olpe, IG Metall Jugend Olpe, KAB Bezirksverband Olpe-Siegen, Kirchenkreis Siegen, Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt im Institut für Kirche und Gesellschaft, Kreis Olpe, Kreisjugendring Olpe, „Kreuztaler Kreis“, ver.di Bezirk Siegen-Olpe, ver.di Jugend Siegen-Olpe, VVN-BdA Siegerland-Wittgenstein

Anmeldungen bitte bei der DGB-Region Siegen-Wittgenstein-Olpe unter:0271/313 45 0
oder per Mail an: siegen@dgb.de

Die Veranstalter behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder sie von dieser auszuschließen.

V. i. S. d. P.: DGB-Region Si-Wi-Oe, Donnerscheidstr. 30, 57072 Siegen; Bildnachweis: indymedia
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Kampagne

Aktiv werden gegen den rechtsextremen Wieland-Versand!

Aktion hatte bereits Erfolg! (29.08.2009)
Die Sparkasse Siegen hat die Geschäftsbeziehung mit dem rechtsextremen "Wieland-Versand" beendet! Dies teilte die Sparkasse heute in einem Schreiben mit.

Die Bank verwies darauf, dass ein privates Konto nicht hätte gelöscht werden dürfen. Da Alexander Stangier das Konto jedoch geschäftlich genutzt habe, sei dies möglich geworden.

Alle sollten also die Augen offen halten, ob der "Wieland-Versand" bei einer anderen Bank ein neues Konto errichtet.

Unser Dank gilt der Sparkasse Siegen für ihr rasches Eingreifen und allen, die mit Ihrem Schreiben unser Anliegen unterstützt haben.

Wir hoffen nun, dass die Staatsanwaltschaft Siegen ebenfalls unsere Auffassung teilt und die Hetze des "Wieland-Versandes" für strafwürdig hält.
Wie zu erfahren war, wird dies dort derzeit noch geprüft.
antifaschistische Grüße

VVN-BdA Siegerland-Wittgenstein


Fordern Sie die Sparkasse Siegen auf, die unsägliche Geschäftsbeziehung zu faschistischen Gruppierungen in der hiesigen Region zu beenden!

Vor einiger Zeit haben wir die Sparkasse Siegen aufgefordert, der rechtsextremen NPD das Konto in ihrem Hause zu kündigen. Hierzu sah sich die Sparkasse als öffentlich-rechtliches Unternehmen nicht in der Lage. "Parteien müsse Sie dieses Privileg einräumen", so die damalige Begründung.

Aber wie sieht dies zum Beispiel mit dem Konto eines Versandes für rechtsextremistische Propagandamaterialien aus?

Der Vertrieb der freien Nationalisten Siegerland, der "Wieland-Versand", wirbt derzeit sogar für ein T-Shirt, auf dem die national-sozialistische "Machtergreifung" vom 30.01.1933 in eindeutiger Art und Weise glorifiziert wird, wie die Kolleginnen und Kollegen von Recherche-Siegen hier dokumentiert haben: www.recherche-siegen.tk.

Inwieweit die weiteren T-Shirt-Motive, die u.a. zum Kampf gegen den Staat Israel aufrufen, den Tatbestand der Volksverhetzung erfüllen, lassen wir derzeit prüfen und werden daher Anzeige gegen den Vertrieb erstatten.

Ein öffentlich-rechtliches Unternehmen darf nicht gezwungen sein, mit solch hetzerischen Kampagnen in Verbindung gebracht zu werden. Dies haben wir in einem Brief an die Sparkasse deutlich gemacht. Die Geschäftsbeziehung muss sofort beendet werden. Aber dazu ist die Unterstützung der Öffentlichkeit von Nöten.

Wir haben einen Musterbrief entworfen, der hier heruntergeladen werden kann. Bitte schicken Sie diesen an die Sparkasse und helfen Sie so mit, den Nazis kräftig in die Suppe zu spucken!

mit antifaschistischen Grüßen

VVN-BdA Siegerland-Wittgenstein




Vortrag

"Autonome Nationalisten" -
Modernisierung neofaschistischer Jugendkultur
und Ästhetisierung von Gewalt


Referent: Jürgen Peters, Antirassistisches Bildungsforum Rheinland

Das Bild des Neonazismus hat sich verändert, die Kleinstparteien der frühen 90er Jahre gibt es nicht mehr. Die NPD ist wieder erstarkt und sogar in zwei Länderparlamenten und in vielen Lokalparlamenten - auch in NRW - vertreten.

Neonazistische "Basisgruppen", so genannte Freie Kameradschaften sind entstanden, die zum Teil eng mit der NPD zusammenarbeiten, so auch im Kreis Siegen- Wittgenstein.

Innerhalb dieser "Freien Kameradschaften"-Szene gibt es zudem eine sehr aktionistische Strömung, die sich "Autonome Nationalisten" nennt. Nach dem neonazistischen 1. Mai-Aufmarsch 2008 in Hamburg waren diese AN bundesweit in aller Munde. Etwa 400 Neonazis beteiligten sich am "Schwarzen Block" innerhalb des Aufmarsches, von dem gewalttätige Angriffe auf Journalisten, Polizeibeamte und Gegendemonstranten ausgingen. Ähnliches passierte am 1. Mai 2009 in Dortmund, als eine DGB-Demo angegriffen wurde.

Einer der Schwerpunkte der AN, deren Style kaum von dem linker und alternativer Jugendlicher und junger Erwachsener unterscheidbar ist, liegt in NRW, zunehmend ist er auch in der hiesigen Region anzutreffen. Der multimediale Vortrag nimmt in komprimierter Form die Entwicklung des Neonazismus der letzten Jahre unter die Lupe und geht dabei schwerpunktmäßig auf die "Autonomen Nationalisten" ein. Dabei wird auch ein Blick auf die Entwicklung im Kreis Siegen-Wittgenstein geworfen.

Montag, 22.06.2009
um 19.00 Uhr
Siegerlandhalle, Spandauer Saal
57072 Siegen


veranstaltet vom
Siegener Bündnis für Demokratie


"Die Veranstalter behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die extrem rechten und/oder rassistischen Parteien, Organisationen oder Szenen angehören bzw. bereits in der Vergangenheit durch rassistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen."

A4-Flyer runterladen

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Gedenken

Die Redebeiträge vom 08. Mai 2009:

Werner Leis, DGB Region Siegen-Wittgenstein-Olpe
"Tag der Befreiung bedeutet: Die Völker der Erde und auch die Deutschen sind befreit worden – befreit von einem Verbrecherregime, wie es unsere Geschichte noch nie gekannt hat." {weiterlesen}

Eva Siebert-Schneider, VVN-BdA Siegerland-Wittgenstein
"Wir stellen den Kampf erst ein, wenn auch der letzte Schuldige vor den Richtern der Völker steht." {weiterlesen}


Eine Veranstaltung der VVN-BdA Siegerland-Wittgenstein

Wir treffen uns auf dem Parkplatz vor dem Haupteingang zum Friedhof.

Wir machen Station am Ehrenmal für die in Siegen ermordeten Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter und am Grab des in Buchenwald ermordeten Siegener Kommunisten Walter Krämer.

Bei schlechtem Wetter wird die Veranstaltung in der Trauerhalle des Friedhofs stattfinden.




Kundgebung gegen die NPD in Netphen: Vielfalt statt Einfalt!


Die VVN-BdA Siegerland-Wittgenstein unterstützt die Aktionen des Netphener Bündnis.




Fahrt zur Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald









Kundgebung

Auch in Netphen gegen die NPD

Am Freitag, den 27.03.2009 findet auf dem Rathaus-Platz in Netphen eine Kundgebung gegen die rechtsextreme NPD statt.

Die VVN-BdA ruft zur Beteiligung auf!

Hier der Aufruf der Netphener Initiative: "Wehret den Anfängen!" - "Netphen muss demokratisch bleiben"

Beginn der Veranstaltung ist 16.00 Uhr.
Geplant sind mehrere Redebeiträge und ein musikalisches Rahmenprogramm.

Die rechtsextreme NPD hat ebenfalls für 16.00 Uhr eine Kundgebung auf dem Marktplatz in Netphen angemeldet.





2008

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Rede der

VVN-BdA Siegerland-Wittgenstein

auf der Kundgebung des Bündnis

"Geh Denken" am 16.12.2008

auf dem Kornmarkt in Siegen.


Mehr Infos

Rede-16-12.pdf




flyer_mahnwache

Aufruf des Bündnis "Geh Denken" als PDF
Übersicht über die Aktionen des Bündnis "Geh Denken" am 16.12.
  • 15:00 Uhr Stilles Gedenken am „Dicken Turm“
    Gedenkstätte am Unteren Schloss
  • 16:00 Uhr Gedenk-/Demonstrationszug
  • Start am Platz vor dem Apollo Theater (Scheiner Platz); Kundgebung am Marktplatz
  • 18:00 Uhr Ökumenischer Gottesdienst Marktplatz (Nikolai- Kirche)
  • 18.00 Uhr Mahnwache am Platz der Synagoge (Obergraben/vor dem Aktiven Museum)
  • 20:00 Uhr Apollo lädt ein:
    „Wenn die Wunde nicht mehr schmerzt, schmerzt die Narbe“
    Szenen und Texte zum 16.12. von Magnus Reitschuster

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Wir sind dabei: „Geh Denken“ - Bündnis Siegen für Demokratie

Am 16. Dezember, dem Jahrestag der Bombardierung Siegens, wollen Faschisten aus den Reihen der "Freien Nationalisten Siegerland" und der "NPD" in Siegen aufmarschieren, um diesen Tag des Gedenkens an die Opfer von Krieg und Gewalt in nicht hinnehmbarer Art und Weise umzudeuten.

So werden die Opfer verhöhnt. Wenn die Ereignisse des 16. Dezember nicht in ihrem historischen Kontext gesehen werden, sondern lediglich zur Relativierung deutscher Kriegsschuld und Verbrechen während des Faschismus missbraucht werden.
Der 16. Dezember 1944 ist ebenso wie der 08. Mai 1945 untrennbar mit dem 30. Januar 1933, dem Tag der Machtübergabe an Adolf Hitler und die Nationalsozialisten, verbunden. Daran kann und darf es nichts zu deuteln geben.

Die Lehre aus 12 Jahren nationalsozialistischer Herrschaft, aus 12 Jahren Krieg, Elend und Barbarei kann nur lauten: Nie wieder Krieg - Nie wieder Faschismus.

Die Achtung dieser Lehren und die Verfolgung dieser Ziele sind wir eben auch den Opfern der Luftangriffe des 16. Dezember schuldig.

Wir, die VVN-BdA Siegerland-Wittgenstein, reihen uns ein in das breite Bündnis welches sich sehr zu unserer großen Freude innerhalb kürzester Zeit formiert hat, um am kommenden Dienstag unmissverständlich klar zu machen, dass auf den Straßen Siegens kein Platz für Faschisten ist.

Denn es ist und bleibt wahr:

Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!

VVN-BdA Siegerland-Wittgenstein, Dezember 2008






eine Veranstaltung von
VVN-BdA Siegerland-Wittgenstein,
DKP Siegen und dem VEB Politik, Kunst und Unterhaltung

Der Eintritt beträgt 5 € ermäßigt, 8 € regulär.

Website von Erich Schaffner
    Konzert

    Erich Schaffner singt
    Canciones de las Brigadas Internationales


    Donnerstag, 02. Oktober 2008, 20:00 Uhr,

    Café des VEB Politik, Kunst und Unterhaltung,
    Marienbornerstr. 16, 57074 Siegen


    Wer kennt sie nicht, die Lieder, die mit der Stimme Ernst Buschs verbunden sind? Erich Schaffner gibt mit seinem Abend einen Einblick in die aufregende Zeit, in der sich die spanische Volksfront zusammen mit den Anarchisten den faschistischen Generälen mit unzureichenden Waffen, aber mit großem Kampfgeist entgegenstellte. Sie wurden unterstützt durch die Kämpferinnen und Kämpfer der internationalen antifaschistischen Brigaden, die den von Deutschland und Italien bewaffneten Faschisten manche empfindliche Niederlage bereiteten.

    Fast anachronistisch wirkt sein Vortrag in Zeiten wasserdicht soundgecheckter und perfekt projektgemanagter E- und U-Kultur. Er steht einfach da, spricht und singt, Und das, nebenbei gesagt, mit wunderbar klarer Stimme, völlig unprätentiös und ohne jeden Kult.
    Kölner Stadt Anzeiger

    Wer Ernst Busch auf Originalaufnahmen hört, der wird schnell eingefangen von der Intensität seiner Stimme. Durchdringend und pathetisch kommt er daher, und vieles von dem findet sich auch in dem Programm von Schaffner und Klemp wieder...
    Mainspitze

    Kraftvoll ist Schaffners Stimme und doch variantenreich.
    Frankfurter Rundschau

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"Der Flick-Konzern im Dritten Reich" (Oldenbourg Verlag, 2008)

Veranstalter: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland, Deutscher Gewerkschaftsbund Region Siegen-Wittgenstein-Olpe, BI Flick-ist-kein-Vorbild, Heinrich Böll Stiftung NRW
    Buchvorstellung und Diskussion

    Friedrich Flick - Konzernchef im Dritten Reich

    Freitag, 29. August 2008, 19:00 Uhr,
    Weiße Villa, Kreuztal
    Dreslers Park, Hagener Str. 24, 57223 Kreuztal
    Eintritt frei
    Kein Unternehmer hat die Wirtschaftspolitik der Nationalsozialisten so produktiv genutzt wie Friedrich Flick. In den zwölf Jahren der NS-Diktatur verzehnfachte er die Zahl der Beschäftigten und baute seinen Konzern zum zweitgrößten privatwirtschaftlichen Stahlerzeuger des Deutschen Reiches aus.

    Ein Nationalsozialist war Flick nicht, er trat erst 1937 in Hitlers Partei ein. Doch er suchte und gewann 1933 die Gunst der neuen Machthaber und profitierte in großem Ausmaß von "Arisierungen", Zwangsarbeit und dem immensen Bedarf an Rüstungsgütern. Dafür wurden die Führungskräfte des Konzerns vor dem Internationalen Militärtribunal in Nürnberg zur Verantwortung gezogen, der Konzernchef Flick als Kriegsverbrecher verurteilt.

    In Kreuztal wurde Flick 1883 geboren, nach dem zweiten Weltkrieg zum Ehrenbürger ernannt, dass von ihm mitfinanzierte Gymnasium trägt noch heute seinen Namen.

    Der Siegerländer Historiker Dr. Ulrich F. Opfermann leitet in den Abend ein mit einem Beitrag zur Erinnerungskultur an die NS-Diktatur im nördlichen Siegerland. Dr. Harald Wixforth stellt als einer der Autoren der umfassenden und aktuellsten Studie zur Flick KG Ergebnisse vor und bietet Gelegenheit Fragen zu beantworten.





voraussichtlich bis Freitag, 09. Mai 2008

Infos unter 0271/740-4600

Denn ihr seid dumm

Text: Erich Kästner

Ihr und die Dummheit zieht in Viererreihen
in die Kasernen der Vergangenheit.
Glaubt nicht, daß wir uns wundern, wenn ihr schreit.
Denn was ihr denkt und tut, das ist zum Schreien.

Ihr kommt daher und laßt die Seele kochen.
Die Seele kocht, und die Vernunft erfriert.
Ihr liebt das Leben erst, wenn ihr marschiert,
weil dann gesungen wird und nicht gesprochen.

Ihr liebt die Leute, die beim Töten sterben.
Und Helden nennt ihr sie nach altem Brauch;
denn ihr seid dumm und böse seid ihr auch.
Wer dumm und böse ist, rennt ins Verderben.

Ihr liebt den Haß und wollt die Welt dran messen.
Ihr werft dem Tier im Menschen Futter hin,
damit es wächst, das Tier tief in euch drin!
Das Tier im Menschen soll den Menschen fressen.


Ihr möchtet auf den Trümmern Rüben bauen
Und Kirchen und Kasernen wie noch nie.
Ihr sehnt euch heim zur alten Dynastie
und möchtet Fideikommißbrot kauen.

Ihr wollt die Uhrenzeiger rückwärtsdrehen
Und glaubt, das ändere der Zeiten Lauf.
Dreht an der Uhr! Die Zeit hält niemand auf!
Nur eure Uhr wird nicht mehr richtiggehen.

Wie ihr’s euch träumt, wird Deutschland nicht erwachen.
Denn ihr seid dumm, und seid nicht auserwählt.
Die Zeit wird kommen, da man sich erzählt:
Mit diesen Leuten war kein Staat zu machen!






Ulrich Sander (67) ist Journalist und freier Autor. Bundessprecher der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA). Zahlreiche Beiträge in Büchern und Zeitschriften mit dem Schwerpunkt Antifaschismus und Antimilitarismus. Veröffentlichte bei PapyRossa „Die Macht im Hintergrund - Militär und Politik in Deutschland“.

Sein neues Buch„Mörderisches Finale - NS-Verbrechen bei Kriegsende“ 192 Seiten, Euro 14,90 wurde herausgegeben vom Internationalen Rombergparkkomitee und erschien 2008 bei papy rossa in Köln.
    Kranzniederlegungen am Ehrenmal für die in Siegen ermordeten Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter und am Grabe Walter Krämers

    Gedenkveranstaltung
    zum Jahrestag der Befreiung
    vom Nationalsozialismus


    Sonntag, 04. Mai 2008 um 15.00 Uhr Hermelsbacher Friedhof/Siegen


    Gedenkansprache
    Ulrich Sander,
    Bundessprecher der VVN-BdA

    Mörderisches Finale,
    NS-Verbrechen bei Kriegsende


    Musikalischer Rahmen
    Tina Groos, Fagott
    VVN-BdA Siegerland-Wittgenstein

    Unsterbliche Opfer


    anschließend sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung zu Kaffee und Kuchen ins Café des VEB Politik, Kunst und Unterhaltung eingeladen.

    Kurzvortrag
    Ulrich Arndt,
    VVN-BdA Siegerland-Wittgenstein

    Walter Krämer:
    Briefe aus dem KZ Buchenwald

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Vorträge zur Vorbereitung der Fahrt zur Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald

Gedenkstättenpolitik in der Bundesrepublik Deutschland
Referent: Dr. Ulrich Schneider, Bundessprecher der VVN-BdA und Generalsekretär der FIR

Geschichtspolitik ist Thema dieser Veranstaltung. Der Referent beschäftigt sich mit den verschiedenen Versuchen, durch eine Veränderung der Gedenkstättenpolitik eine Abwicklung der Erinnerung an die Verbrechen des deutschen Faschismus zu erreichen. An deren Stelle soll das Konzept der "zwei Diktaturen" und der "Deutschen als Opfer" im öffentlichen Bewusstsein verankert werden.

Dienstag, 25. März 2008 um 20.00 Uhr
VEB Politik, Kunst und Unterhaltung
Marienbornerstr. 16, 57074 Siegen


Buchenwald - ein Konzentrationslager
Referent: Ullrich Arndt, VVN-BdA Siegerland-Wittgenstein

Donnerstag, 10. April 2008 um 20.00 Uhr
VEB Politik, Kunst und Unterhaltung
Marienbornerstr. 16, 57074 Siegen





Denkmal von Fritz Cremer
Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald
    Fahrt zur
    Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald


    anlässlich des Jahrestages der Selbstbefreiung

    Sonntag, 13. April 2008

    Abfahrt ist um 6.00 Uhr vom Parkplatz an der Siegerlandhalle.
    Der Kostenbeitrag beträgt ermäßigt 10 € und normal 15 €.
    Die Wahl des Tarifs überlassen wir jedem selbst.

    Interessierte tragen sich bitte in unseren neu eingerichteten Newsletter ein. Dort werden demnächst weitere Details zur Fahrt bekanntgegeben.

    Zur Anmeldung bitte eine E-Mail an vvn-bda@gh-siegen.de schicken. Der Kostenbeitrag muss im Vorhinein bezahlt werden (Kontodaten nach Anmeldung).

    Lagergemeinschaft Buchenwald-Dora / Freundeskreis e.V.

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Zug der Erinnerung e.V.
In Kooperation mit:
DGB Baden-Württemberg, Niedersachsen-Mitte, Sachsen und Thüringen


Website des "Zug der Erinnerung"

Der Aufenthalt des Zuges in Siegen wird desweiteren unterstützt von:
DGB Region Siegen-Wittgenstein-Olpe; Der IG Metall Jugend, Ver.di Jugend, u.a.

Der Flyer zur Ausstellung in Siegen (*.pdf)

Das Plakat (*.pdf)
    Ausstellung

    Zug der Erinnerung

    Am 05. und 06. März 2008,
    täglich von 9:00 bis 21:00 Uhr,
    Hauptbahnhof Siegen (das Gleis wird noch bekanntgegeben)



    Am Grenzbahnhof Görlitz (Sachsen) wird der Zug der Erinnerung die Bundesrepublik verlassen, um auf seiner vorerst letzten Etappe die Gedenkstätte Auschwitz (Oswiecim, Polen) zu erreichen. Engagierte Teilnehmer der Spurensuche, einzelne Jugendliche, Schulklassen und alle anderen Interessierten sind als Begleiter dieser letzten Strecke willkommen. Die Gedenkstätte soll zum 8. Mai 2008, dem Jahrestag der Befreiung vom NS-Regime, erreicht werden.

    In Auschwitz werden die dem Zug beigegebenen Dokumente (Ergebnisse der lokalen Spurensuche wie Fotos, Briefe, auch solche heutiger Jugendlicher, Schulklassen usw.) in einer Feierstunde für die deportierten Kinder symbolisch niedergelegt. Neben einem 1992 angebrachten Mémorial für die deportierten französischen Kinder soll eine einfache Plakette die Erinnerung an die aus Deutschland stammenden Jugendlichen festhalten.

    Das Gedenken in Auschwitz ist kein Schlusspunkt. Auschwitz war nicht für alle das Ende. Hunderte Kinder und Jugendliche konnten gerettet werden, weil ihnen Zufälle und Menschen halfen. Wenn der Zug der Erinnerung von dort zurückkehren wird, dann mit dieser Botschaft: Dass der Plan der Vernichtung, die umfassend sein sollte, gescheitert ist: Wegen der Kinder, die dem Morden entkamen und wegen der Namen, der vielen Gesichter, die durch unsere Erinnerung aus dem Vergessen in die Gegenwart zurückgeholt werden.






BRD, 2007, 45 Min.,
OmdtU und OmspU,
Format: DVD 16 : 9

Offizielle Seite des Films
    Film

    Brigadistas
    Ein Dokumentarfilm von Daniel Burkholz

    Samstag, 26. Januar 2008, 20:00 Uhr,
    Café des VEB Politik, Kunst und Unterhaltung,
    Marienbornerstr. 16, 57074 Siegen



    Im Juli 1936 putschte das Militär gegen die Spanische Republik. Aus der ganzen Welt kamen über 40.000 Freiwillige nach Spanien und kämpften in den Internationalen Brigaden gegen den Faschismus. 70 Jahre danach kehren 36 der letzten noch lebenden Kämpferinnen und Kämpfer nach Spanien zurück.

    In Interviews und in den Begegnungen mit den Brigadistas werden die Zuschauerinnen und Zuschauer auf eine Reise mitgenommen, die von Madrid über Zaragossa nach Barcelona führt. Dabei wird deutlich, was zehntausende von Menschen dazu bewegt hat, aus der ganzen Welt nach Spanien zu kommen, um dort im Kampf gegen den Faschismus ihr Leben aufs Spiel zu setzen.

    Doch der Film und auch die Brigadistas bleiben nicht an diesem Punkt stehen. Sie blicken nach vorn und zeigen, dass die Ideale, die damals Gültigkeit hatten, auch in der Auseinandersetzung mit der heutigen Welt von großer Bedeutung sind. Eine Auseinandersetzung die auch heute von jungen Menschen und den junggebliebenen Brigadistas – der Jüngste 86, der Älteste 99 Jahre alt – gemeinsam geführt wird.






2007

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Eine Ausstellung der VVN-BdA e. V.
Mit Unterstützung der IG Metall, des antifaschistischen Magazins "Der Rechte Rand" und ARUG Braunschweig
    Ausstellung
    Neofaschismus in Deutschland

    05.11.07 bis 09.11.07, tägl. 10.00 bis 15.00 Uhr
    im StuPa-Raum der Universität Siegen


    In der Bundesrepublik werden Menschen beschimpft, bedroht, zu Tode getreten oder bei lebendigem Leibe verbrannt, weil sie als Fremde oder Andersdenkende gehasst werden - über 100 Todesopfer hat die neofaschistische Gewalt seit 1990 bereits gefordert. Geht hier die jahrelange Saat von Alt- und Neofaschisten auf? Können diese Ereignisse mit denen aus der NS-Zeit verglichen werden? Haben die Ausbreitung rassistischen Denkens und die daraus erwachsene Gewalt heute ganz andere Gründe als damals? Die Ausstellung will dazu beitragen, dass diese Bilder nicht auf Dauer zum deutschen Alltag gehören. Sie will über Ideologie und Praxis des Neofaschismus informieren. Sie will Ursachen für die Ausbreitung rassistischen, nationalistischen und militaristischen Denkens und Handelns benennen.

    Die Ausstellung wird an der Universität Siegen gezeigt
    vom AStA der Universität Siegen und der
    VVN-BdA Siegerland-Wittgenstein

    Zur Online-Ausstellung



Tag der Befreiung vom Faschismus
Veranstaltungen der VVN-BdA Siegerland-Wittgenstein am 06. Mai 2007 in Siegen
  • 15.00 Uhr Hermelsbacher Friedhof
    Kranzniederlegung am Ehrenmal für die ermordeten ZwangsarbeiterInnen
    Ansprache: Prof. Dr. H. Fink, Berlin
    Liedbeitrag : Chor des VEB Siegen
    Kranzniederlegung am Grab von Walter Krämer
    Ansprache und Liedbeitrag

  • 19.30 Uhr VEB Siegen
    Vortrag und Diskussion zur bundesweiten NoNPD-Kampagne der VVN-BdA
    Redner : Prof.Dr. H. Fink, Berlin Vorsitzender der VVN – BdA

Aufruf "NPD-Verbot jetzt!"

Den Aufruf "NPD-Verbot jetzt!" unterschreiben

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    anlässlich des
    65. Jahrestag der
    Ermordung des Siegener Kommunisten Walter Krämer



    Vortrag von Bernd Langer (Berlin)
    Der Widerstand gegen den Nationalsozialismus in der Region Harz/Hannover und Braunschweig.
    Außerdem: Der Widerstand im Krankenrevier des KZ Buchenwald (Tonaufnahmen des ehemaligen Buchenwald-Häftlings Paul Grünewald)


    Donnerstag, 25. Januar 2007, 19:30 Uhr, VEB


    Bernd Langer, geboren 1960 in Bad Lauterberg, dort ab 1978 Mitarbeit im antifaschistischen Arbeitskreis, Herausgeber zahlreicher Publikationen zum antifaschistischen Widerstand und seit den 80er Jahren bekannter Aktivist der Autonomen Szene


    eine gemeinsame Veranstaltung von
    VVN-BdA Siegerland-Wittgenstein, Antifa L106, Links im Dialog, LiLi Siegen, Projekt Archiv


Die Ungleichen
Zum 65. Jahrestag der Ermordung von Walter Krämer und Karl Peix im KZ Außenlager Goslar

Nebel liegt über den Höhen des Harzes. Schon gut eine Stunde marschiert eine Gruppe von acht Männern durch den kalten, grauen Novembertag. Endlich erreichen sie die abseits gelegene Baubude der Kiesgrube bei Hahndorf. Ein bekannter Ablauf: kurze Verschnaufpause, während ein Kalfaktor von einer nahen Pumpstation Wasser holt. Anschließend beginnt das Arbeitskommando mit dem Kiesabbau. Heute ist es anders, denn der SS-Posten bestimmt den KZ-Häftling Krämer zum Wasserholen. Die anderen werden vom zweiten Posten in die Baubude befohlen. Walter Krämer nimmt die Eimer auf und geht vor dem Uniformierten her, wortlos, nur ihre Stiefel schmatzen durch den Morast, um sich die laublose Öde. Niemand sonst ist hier auf dem zerfahrenen Weg zur Wasserstelle. Plötzlich ein Geräusch, metallen, physisch: ‚Der Hund lädt sein Gewehr durch!‘ – Krämer will sich umdrehen, da kracht der Schuss. Von hinten niedergeschossen bricht er zusammen, eine zweite Kugel beendet sein Leben. Fast zeitgleich knallt ein SS-Scherge Karl Peix auf dem Gelände des Fliegerhorstes mit einem Pistolenschuss nieder. Erst vor ein paar Tagen waren beide von Buchenwald ins Außenlager Goslar gekommen. „Auf der Flucht erschossen“ lautete die gebräuchliche Formulierung zur Vertuschung der Verbrechen.{...} weiterlesen (PDF)






Freundinnen!
Anita Ruth Faber (ganz rechts) und Eleonore Schmallenbach (daneben)
    Veranstaltung zum Holocaust Gedenktag

    Die jüdische Familie Faber aus Netphen. Erinnerungen von Eleonore Schmallenbach


    Sonntag, 28. Januar 2007, 16:00 Uhr, Netphen/Vortragssaal des Heimatmuseums


    Am 27.7.1942 wurden die Mitglieder der Familie Faber von Netphen nach Theresienstadt deportiert. Der Vater Gustav, die Mutter Klara und ihre erst 15 Jahre alte Tochter Anita Ruth. Von Theresienstadt aus wurden sie später nach Auschwitz gebracht, wo man sie ermordete. Bis ins Jahr 1936 unterhielten Fabers in Netphen eine Metzgerei bis diese von den Nazis unter Angabe von fadenscheinigen Gründen geschlossen wurde. Eleonore Schmallenbach war die Jugendfreundin von Anita Ruth Faber. Sie wird aus ihren Erinnerungen berichten.


    eine Veranstaltung der VVN-BdA Siegerland-Wittgenstein

    Informationen zum Gedenkstein für die Familie Faber
    auf dem Petersplatz in Netphen gibt es hier

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VVN-BdA Siegerland-Wittgenstein, vvn-bda@gh-siegen.de